Abschlussausstellung 2026
Jahrgang einundzwanzig
Elena Sohmen
A Camera Is A Gun
Dieses Projekt reflektiert die Macht der Kamera. Inspiriert von Susan Sontags „On Photography“ – Fotografieren als Akt der Aneignung, mit etwas Räuberischem – wird die Kamera hier als Werkzeug der Dominanz verstanden.
Diese Dominanz wird durch Satire und Vertrauen ausgeübt. Die Porträtierten – Freund*innen aus meinem Umfeld – werden zu Figuren einer konstruierten Welt, in der der Ernst der Fotografie unterlaufen und ihre Künstlichkeit sichtbar wird. Durch Humor und Komplizenschaft wird das Fotografieren zum bewussten Machtspiel.
Das Projekt verspottet die Feierlichkeit des Bildes und plädiert für das Machen um des Machens willen. Die Kamera dient zugleich als Vorwand, öffentliche Räume anzueignen oder einschüchternde, traumhafte Orte zu betreten – und legt offen, wer wo sein darf.
So ist die Kamera eine Waffe, aber auch ein Werkzeug für Spiel, Zugang und Fiktion – Macht verschwindet nicht, sie wird verschoben, geteilt, parodiert.



